Leitung: PD DR. Oliver Hallich (Düsseldorf)
Das Philosophische Institut der RWTH Aachen lädt interessierte Studierende und Doktoranden zum 1. Aachener Metaethik-Workshop ein. Der fünftägige Workshop soll fortgeschrittenen Studierenden eine Möglichkeit bieten, sich eingehend mit den wichtigsten Positionen und Problemstellungen der zeitgenössischen Metaethik zu beschäftigen.
Nachdem metaethische Fragestellungen und Debatten in der deutschsprachigen Moralphilosophie lange Zeit stiefmütterlich behandelt worden sind, kommt ihnen gegenwärtig eine zunehmende Bedeutung zu. Dies zeigt nicht zuletzt die wachsende Zahl von Forschungsprojekten, die in den letzten Jahren im Bereich der Metaethik durchgeführt worden sind.
Gerade für Studierende ist der Zugang zur Metaethik jedoch kein ganz leichter: Einführende Veranstaltungen zur Metaethik sind an deutschen Universitäten nach wie vor selten; es liegt bis heute keine einschlägige deutschsprachige Einführung in die Metaethik vor; und wer sich der metaethischen Debatte auf eigene Faust zu nähern versucht, sieht sich vielen miteinander verwobenen Problemen und einer kaum überschaubaren Menge von Positionen gegenüber. Hinzu kommt, dass die Begriffe, die zur Bezeichnung dieser Positionen gebraucht werden, so uneinheitlich verwendet werden, dass sie die Orientierung eher erschweren als erleichtern.
Ziel des 1. Aachener Metaethik-Workshops ist es, Studierenden, mit moralphilosophischen Vorkenntnissen anhand klassischer und neuerer Grundlagentexte einen Einstieg in metaethische Grundpositionen und ihre Weiterentwicklungen zu vermitteln. Im Mittelpunkt des diesjährigen Workshops werden Texte von Alfred Ayer, John Mackie, Harold Prichard, Richard Hare und Allan Gibbard stehen. In den kommenden Jahren soll der Workshop in einer Weise fortgesetzt werden, die auf den so erworbenen Grundlagen aufbaut und eine vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Theorien bzw. Theoriefamilien erlaubt.
Ein zusätzliches Ziel des Workshops besteht darin, Studierende mit Philosophen in Kontakt zu bringen, die aktiv im Bereich der Metaethik forschen. Die Leitung des Workshops wird daher Philosophen übertragen werden, die gerade ein umfangreicheres metaethisches Forschungsprojekt durchführen oder ein solches Projekt in der jüngeren Vergangenheit durchgeführt haben. Diese werden den Workshop mit einem Vortrag zu ihrem Forschungsthema beschließen.
Der diesjährige Workshop wird von PD Dr. Oliver Hallich (Düsseldorf) geleitet. Oliver Hallich ist nicht nur ein ausgewiesener Kenner der Theorie Richard Hares, sondern hat auch unlängst mit seinem Buch „Die Rationalität der Moral. Eine sprachanalytische Grundlegung der Ethik“ eine umfangreiche eigene Studie zu den zentralen Fragen der Metaethik vorgelegt.
1. Tag (Mo, 15.3.10):
2. Tag (Di, 16.3.10): Intuitionismus und Emotivismus
3. Tag (Mi, 17.3.10): Hares Universeller Präskriptivismus
4. Tag (Do, 18.3.10): Anwendungen des Universellen Präskriptivismus
5. Tag (Fr, 19.3.10): Neuere Entwicklungen in der analytischen Ethik
Abschlussvortrag (Fr. 19.3.10): Ist Moral lehrbar?
WEITERE INFORMATIONEN
Der Workshop findet statt in der Pausenhalle (Bibliothek) des Philosophischen Instituts der RWTH Aachen (Eilfschornstr. 16). Für jeden der fünf Workshop-Tage sind zwei Sitzungen vorgesehen. Die Vormittagssitzung beginnt um 11 Uhr und endet um 13 Uhr. Die Nachmittagssitzung beginnt um 16 Uhr und endet um 18 Uhr.
Die Teilnahmegebühr beträgt 10 €. Die Gebühr umfasst die Verpflegung mit Getränken an den fünf Tagen des Workshops sowie einen Reader mit allen Texten, die im Rahmen des Workshops diskutiert werden. Dieser ist ab sofort in der Bibliothek des Philosophischen Instituts erhältlich.
Anmeldungen und weitere Fragen richten Sie bitte an: Daniel Eggers, Philosophisches Institut der RWTH Aachen (daniel.eggers@rwth-aachen.de). Das Passwort für die obigen Texte erhalten Sie ebenfalls hier.