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Philosophisches Institut
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Inhalt

Universitätsprofessor i.R. Dr. phil. Wolfgang Kuhlmann 

Dienstort

Philosophisches Institut der RWTH Aachen
Raum 203
Eilfschornsteinstr. 16
D-52062 Aachen

Sprechstunde

Nach Vereinbarung per E-Mail.



Kontakt

Telefon: (0241) 80-96 008
E-Mail: wolfgang.kuhlmann@gmail.com


Publikationen

A Monographien
A.1 Reflexion und kommunikative Erfahrung, Untersuchungen zur Stellung philosophischer Reflexion zwischen Theorie und Kritik. Frankfurt am Main 1975.  
A.2 Reflexive Letztbegründung. Untersuchungen zur Transzendentalpragmatik. Freiburg/München 1985.  
A.3 Kant und die Transzendentalpragmatik. Würzburg 1992.  
A.4 Sprachphilosophie, Hermeneutik, Ethik. Würzburg 1992.  
B Herausgegebene Schriften
B.1 Kommunikation und Reflexion. Zur Diskussion der Transzendentalpragmatik. Antworten auf Karl-Otto Apel, Frankfurt am Main 1982 (zus. mit D. Böhler).
B.2 Moralität und Sittlichkeit, Frankfurt am Main 1986.
B.3 Schriftenreihen des Forums für Philosophie Bad Homburg, Suhrkamp, Frankfurt am Main u. Könighausen und Neumann Würzburg 1987–1993.
B.4 Philosophie und Begründung, Frankfurt am Main 1987 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.5 Kants transzendentale Deduktion und die Möglichkeit von Transzendentalphilosophie, Frankfurt am Main 1988 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.6 Zerstörung des moralischen Selbstbewusstseins – Chance oder Gefährdung? Praktische Philosophie in Deutschland nach dem Nationalsozialismus, Frankfurt am Main 1989 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.7 Martin Heidegger: Innen- und Außenansichten, Frankfurt am Main 1989 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.8 Die Ideen von 1789 in der deutschen Rezeption, Frankfurt am Main 1989 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.9 Intentionalität und Verstehen, Frankfurt am Main 1990 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.10 Realismus und Antirealismus, Frankfurt am Main 1992 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.11 Zeiterfahrung und Personalität, Frankfurt am Main 1992 (hg. v. Forum für Philosophie Bad Homburg, zus. mit Blasche, S., Köhler, W. R. u. Rohs, P.).
B.12 Zur Relevanz der Diskursethik. Anwendungsprobleme der Diskursethik in Wirtschaft und Politik, Münster 1997 (zus. mit Harpes, J.-P.).
B.13 Vertuschte Vergangenheit. Der Fall Schwerte und die NS-Vergangenheit der deutschen Hochschulen, München 1997 (zus. mit König, H. u. Schwabe, K.).
B.14 To essay om Natur- og Humanvitenskap, Trondheim 1998 (zus. mit Øfsti, A.).
B.15 Reihe: Ethik und Wirtschaft im Dialog, Münster 1994 ff (zus. mit D. Böhler u.a.).
B.16 Anknüpfen an Kant. Konzeption der Transzendentalphilosophie, Würzburg 2001.

Projekte

Transzendentalpragmatik (Projektlaufzeit: seit ca. 1975)

Es geht um die Begründung, Ausarbeitung, Verteidigung, Erprobung eines umfassenden, philosophischen Ansatzes, für den folgende Überzeugungen zentral sind:

  • wie zu Kants Zeiten ist auch heute die Idee einer kritischen, nichtrelativistischen, antiskeptischen Philosophie wichtig.
  • Der kantische Vorschlag, diese Idee über eine Transzendentalphilosophie zu realisieren, eine Philosophie zentriert um transzendentale Argumente, ist nach wie vor vernünftig und aussichtsreich.
  • Freilich muss dieser Vorschlag heute in einer philosophischen Situation zur Geltung gebracht werden, die gegenüber der, die Kant vorfand, stark verändert ist. Daher ist die Idee der Transzendentalphilosophie in wichtigen Hinsichten modifiziert worden. Die wichtigsten Veränderungen sind folgende:
  • Der Vernunftbegriff ist (nach Hermeneutik, Lebensphilosophie, linguistic und pragmatic turn) neu zu fassen. Entscheidend ist, dass Vernunft verstanden wird als gebunden an Sprache und Kommunikation in einer Kommunikationsgemeinschaft (eine singuläre Instanz allein kann nicht vernünftig/rational sein).
  • Transzendentale Argumente lassen sich verschärfen zu reflexiven Unhintergehbarkeitsargumenten.
  • Aus dem veränderten Vernunftbegriff ergeben sich bedeutende Veränderungen in Epistemologie und Handlungstheorie. Es muss mit fundamental verschiedenen Typen vom Erkennen und Handeln (zuständig für Erkennen und Handeln innerhalb einer Kommunikationsgemeinschaft, zwischen Angehörigen der Kommunikationsgemeinschaft einerseits, zuständig für Erkennen und Handeln in Richtung auf die äußere Realität andererseits) gerechnet werden.
  • Wenn die Kommunikationsgemeinschaft als das Vernunftsubjekt angesehen wird, dann rücken theoretische und praktische Philosophie sehr viel enger zusammen, als in der Kantischen Systematik vorgesehen.
  • Mit Hilfe der strikt reflexiven Unhintergehbarkeitsargumente können für die Prinzipien der (typologisch ausdifferenzierten) theoretischen Philosophie wie auch für die der praktischen Philosophie (Diskursethik) sehr starke Begründungen geliefert werden.

 

Ergebnisse

Die Schriften, die in der Berichtszeit entstanden sind, haben sämtlich den Charakter von Untersuchungen zur Transzendentalpragmatik und werden als Band IV und V der “Untersuchungen zur Transzendentalpragmatik“ (Band II und III sind 1992 in Würzburg erschienen unter den Titeln „Kant und die Transzendentalpragmatik“ und „Sprachphilosophie, Hermeneutik, Ethik“) erscheinen.

 

Schon veröffentlicht

  • „Diskursethik und die neuere Medizin. Anwendungsprobleme der Ethik bei wissenschaftlichen Innovationen“, in: Beckmann, J.P. (Hg.): „Fragen und Probleme einer medizinischen Ethik“, Berlin 1996.
  • „Zum Problem der Moralbegründung“, in: W. Hogrebe (Hg.): „Subjektivität“, München 1998.
  • „‚Reden und Machen‘. Der Unterschied zwischen kommunikativem und technischem Handeln“, in: R. Fornet-Betancourt: „Diskurs und Leidenschaft“, Aachen 1996.
  • „Bemerkungen zu Homanns Konzeption der Wirtschaftsethik“, in: Jean-Paul Harpes, W. Kuhlmann (HG.): „Zur Relevanz der Diskursethik“, Münster 1997.
  • „Unterwegs zu final opinions- was braucht man auf dem Wege?“, in: Solveig Boe, Bengt Molander, Brit Strandhagen (Hg.): „i forste, andre og tredje person“, Trondheim 1999.
  • „Bemerkungen zum Genomprojekt“, in: Jahrbuch für Recht und Ethik 7, Berlin 1999.
  • „Science and Humanities“, in: Øfsti, A.; Kuhlmann, W. (Hrsg.): To essay om Natur- Og Humanvitenskap, 39- 67, Trondheim 1998.
  • „Vernunft/ Rationalität und Evolution. Eine Etude in Apriorismus.“, in: Sahm, P.R. (Hrsg.): „Der Mensch im Kosmos III“, 217- 253, Aachen 2002.
  • „Kant, Rohs und die Transzendentalpragmatik“, in: Kuhlmann, W. (Hrsg.): Anknüpfen an Kant- Konzeptionen der Transzendentalphilosophie, 115- 155, Würzburg 2001.
  • „Begründungsprobleme der Diskursethik“, in: Niquet, M.; Herrero, F. J.; Hanke, M. (Hrsg.): „Diskursethik- Grundlegungen und Anwendungen“, 9- 41, Würzburg 2001.
  • „Diskursethik- Akt- oder Normenethik?“, in: Burckhart, H.; Gronke, H. (Hrsg.): „Philosophieren aus dem Diskurs. Beiträge zur Diskurspragmatik“, 329- 342, Würzburg 2002.
  • „Begründung“, in: Düwell, M.; Hübenthal, Ch.; Werner, M. H. (Hrsg.): Handbuch Ethik, 313- 319, Stuttgart 2002.

 

Zur Veröffentlichung vorbereitet

  • Argumentationsvoraussetzungen – MS 31 Seiten
  • Bemerkungen zum Regelbefolgen – MS 20 Seiten
  • Die Transzendentalpragmatik und die philosophische Situation der Gegenwart – MS 20 Seiten
  • Unterwegs zu final opinions (Langfassung) – MS 25 Seiten
  • Rationalitätstypen – MS 40 Seiten
  • Zur Frage des sozialen Nutzens von Philosophie, Geisteswissenschaften und Literatur – MS 18 Seiten
  • Naturalismus in der Transzendentalphilosophie – MS 12 Seiten
  • Nochmals zur Letztbegründung – MS 40 Seiten
  • „Motivation“ in der Diskursethik – MS 15 Seiten

 

Herausgebertätigkeit

  • Reihe: Ethik und Wirtschaft im Dialog, Münster 1994 ff. (zus. mit D. Böhler u.a.).
  • (zusammen herausgegeben mit) A. Øfsti: To essay om Natur- Og Humanvitenskap, Trondheim 1998.
  • Zur Relevanz der Diskursethik, Münster 1997 (zus. mit J.P. Harpers).
  • Anknüpfen an Kant- Konzeptionen der Transzendentalphilosophie, Würzburg 2001.

 

Sonstiges

  • 6 internationale Tagungen organisiert: Moderne Transzendentalphilosophie. IUC Dubrovnik, 1998 bis heute.
  • Studientext für die Fernuniversität Hagen: - Zur Diskursethik – MS 119 Seiten.

 

Im Umkreis des Projekts Transzendentalpragmatik

  • Dissertation: Marcus Beiner: Diskursprinzip und wirtschaftliches Handeln, St. Augustin 1998
  • Dissertation: Mario Rojas Hernandez: Der Begriff des Logischen und die Notwendigkeit universalsubstantieller Vernunft, Aachen 2002
  • Dissertationsprojekt: Christoph Kupfer: (vorläufiger Titel) Zur Bewertung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen. Eine diskursethische Fallstudie.

Lehrveranstaltungen/ Lehrmaterialien

Lehrveranstaltungen von Herrn Univ.-Prof. i.R. Dr. phil. Wolfgang Kuhlmann in CAMPUS


Abschlußinformationen